Kaum ein Abschied beim Tod eines nahestehenden Menschen bleibt

bei den Hinterbliebenen ohne das Gefühl der (Mit-)Schuld.

So sinnlos, falsch und fehl am Platz es auch oft erscheinen mag:

Es ist da, bleibt kurz oder länger oder sogar für immer.

Der Fachtag geht davon aus, dass jedes Verhalten, Denken und

Fühlen seinen Sinn hat - auch Schuldgefühl im Kontext von Sterben,

Tod und Trauer. 

Im Impulsvortrag wird dem genauer nachgegangen:

Auf welche Weise sichert beim Verlust eines nahen Angehörigen

ein Schuldgefühl das eigene seelische Über- und Weiterleben?

Wie können wir mit den Schuldgefühlen Trauernder angemessen

umgehen ohne sie ihnen nur möglichst schnell nehmen wollen?

Der Fachtag beleuchtet die diffizilen Zusammenhänge und

Ausprägungen emotionaler Schuldmechanismen –

auch mögliche Schuldgefühle bei Hospizbegleiter*innen selbst –

gibt Anregungen für eine in dieser Hinsicht sinnvolle Begleitung

Trauernder und stellt sie zur Diskussion.

 

09:00 Uhr Begrüßungskaffee

09:30 Uhr Eröffnung -Dr. Klaus Ziller, Geschäftsführer Bundesakademie

  • Neues aus der Hospizarbeit - Dr. Jutta Ataie,
  • Diakonie Deutschland
  • Impulsvortrag - Inge-Marlen Ropers,
  • Supervisorin/ Coach DGSv, Psychodramaleiterin DFP,
  • Cuxhaven

11.00 Uhr Pause

11.15 Uhr Workshoparbeit

  • Workshop I: „Schuld – mein Band und mein Retter,
  • dich lass ich nicht los!“
  • Schuldmechanismen sichtbar
  • werden lassen, deutlicher erkennen, leichter verstehen
  • und auch nachfühlen können; dabei unterstützen und
  • szenisch-kreative Methoden psychodramatischer
  • Arbeitsweisen (nach J.L. Moreno, Arzt, Psychiater,
  • Soziologe, Psychodramatiker 1974-89). Aus diesen
  • Erfahrungen entwickeln und erproben wir gemeinsam
  • praktische, hilfreiche Verhaltensweisen und erproben sie
  • für die Begleitung von Menschen mit Schuldgefühlen
  • rund um Sterben und Tod.
  • Leitung: Inge-Marlen Ropers, Ulrich Wahl
  • Workshop II: „Schuld in der Begleitung Ehrenamtlicher
  • bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ In der
  • Begleitung Sterbender und deren Angehörigen werden
  • wir häufig mit Fragen von Schuld konfrontiert. Wie
  • können wir uns diesen Fragen stellen und angemessen
  • begleiten und begegnen? Im gemeinsamen Austausch
  • und an der Arbeit mit Fallbeispielen wollen wir uns damit
  • auseinandersetzten.
  • Leitung: Elke Winkler, Dr. Ingrid Bochow

 

12:45 Uhr Mittagsimbiss

 13:30 Uhr Wiederholung der Workshops mit wechselnden Gruppen

 15:00 Uhr Kaffeepause

 15:30 Uhr Plenumsrunde

 16:00 Uhr Abschluss und Reisesegen

 18.00 Uhr Ausklang mit einem gemütlichen Beisammensein

(Unkostenbeitrag 25,00 EUR)

 26.09.2020

Absolvent*innen der Multiplikatorenschulung nach dem

Celler Modell bei den Maltesern oder des Gemeindekollegs

der VELKD bzw. der Bundesakademie für Kirche und Diakonie

Akademie Hotel, 13156 Berlin

LeitungDr. Jutta Ataie, Hospiz und Palliative Care,

Zentrum für Gesundheit, Rehabilitation und Pflege,

Diakonie Deutschland

Dirk Blümke, Leiter Malteser Hilfsdienst e.V.,

Generalsekretariat, Fachstelle Hospizarbeit, Palliativmedizin

Ihr Kontakt zu uns

030 488 37-488

info@ba-kd.de