ISI - Kongress 2019 in Hamburg

 

 

Aufruhr und Beruhigung - Affektregulation im soziodynamischen Kontext

 

Konzeption und Durchführung (u.a.):
Paul Gerhard Grapentin, Hamburg
Dr. Christoph Hutter, Münster
Christa Meyer-Gerlach, Hamburg

 

Workshop 1.7

Emotionen ergründen, klären und als Ressourcen nutzen
Inge-Marlen Ropers, Cuxhaven

 Workshop 1.7

Emotionen ergründen, klären und als Ressourcen nutzen
Inge-Marlen Ropers, Cuxhaven


Psychodramatischer Einsatz von „Ich-Grenzen-Bildern und ihren Schlüsselszenarien“ (J. Glasenapp) in Supervision/Coaching und Beratung zur Unterstützung Einzelner, Gruppen und Teams im Umgang mit Emotionen

Jede unserer Begegnungen ist begleitet von Emotionen. Von freudigen, traurigen, angstmachenden, wütenden, überraschenden und manchmal auch ekelerregenden. In Situationen des Arbeitslebens und auch des Ehrenamtes gilt es oftmals, diese wahren Emotionen eher nicht zu zeigen und im Griff zu haben, z.B. Kunden und Betreuten gegenüber stets freundlich zu reagieren, in Notfallsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren, bei betrieblichen Veränderungen aufgeschlossen zu reagieren, Kolleg*innen gegenüber tolerant zu sein und in Konflikten sachlich zu bleiben. Das gelingt oft nur äußerlich und im Inneren herrschen wilde emotionale Turbulenzen, die manchmal anhalten und den Einzelnen und schließlich ganze Teams und Gruppen ver- und gar zerstören. 

 In Supervision/Coaching oder Beratung haben wir vor und nach solchen belastenden Situationen und Ereignissen die Aufgabe einer Hebamme, eines Geburtshelfers bei der Beförderung der wahren Emotionen nach oben und außen und deren konkreten Benennung. Dorthin, wo diese angeschaut und im Team, in der Gruppe oder für den Einzelnen selbst klarer, versteh- und handhabbarer werden; wo erst ihre Identifizierung geeignete Interventionen deutlich und (Lösungs-)Wege begehbar werden lassen.


Jan Glasenapp, Psychologe und Psychotherapeut, hat im Rahmen seiner Manuale zum Umgang mit Emotionen verblüffend einfache und zugleich ausdrucksstarke graphische Bilder der Grundemotionen und ihrer Schlüsselszenarien entworfen. Ausgehend von einer notwendigen und schützenswerten Ich-Grenze unserer Grundbedürfnisse verdeutlicht er mit diesen den Sinn der verschiedenen Emotionen.

Im Workshop werden Möglichkeiten entwickelt und erprobt werden, diese Bilder auf erweiterte Weise szenisch-kreativ einzusetzen und erlebbar zu machen und somit ein zusätzliches psychodramatisches Handlungswerkzeug für den eigenen Methodenkoffer zu erwerben und Supervisanden/Coachees und Klienten anbieten zu können.  

 

Zur Anmeldung: 

 

ISI-Kongress 24.-25.05.2019 | Aufruhr und Beruhigung - Affektregulation im soziodynamischen Kontext